Integrationshelfer/in

oder auch Schulassistent, Alltagsbegleiter, Integrationsassistent, Inklusionshilfskraft (m/w)

Integrationshelfer/innen unterstützen Kinder mit psychischen Störungen oder mit geistigen oder körperlichen Behinderungen, die an einer (den Fähigkeiten des Schülers entsprechenden) Regelschule unterrichtet werden oder Schüler an Förderschulen und auch in Kindergärten und Kindertagesstätten.

Integrationshelfer sind keine Lehrkräfte, sondern übernehmen sowohl pflegerische Aufgaben als auch Hilfestellungen im Unterricht. Sie agieren soweit wie möglich im Hintergrund und unterstützen nur bei Bedarf, um dem Schüler Freiraum für die Entwicklung seiner Selbständigkeit zu eröffnen: während der Pausen und auf dem Schulweg sowie bei Klassenfahrten, Arbeitsgemeinschaften.

Zu den Unterstützungsleistungen im motorischen und körperlichen Bereich gehören auch z. B. die Bedienung von Geräten, das An- und Auskleiden z. B. beim Sport- und Schwimmunterricht, die Begleitung bei Toilettengängen, das Bewegen eines Rollstuhls oder die Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme.
Sie unterstützen in der Kommunikation (vor allem bei autistischen Kindern) und leisten emotionale Unterstützung 
beispielsweise bei der Beruhigung des betreuten Schülers und Förderung von sozialem Regelverhalten (hinsichtlich Wahrnehmung, Interaktionen und Sozialkompetenz).

Sie leiten das Kind zu deeskalierendem Verhalten, erhöhter Frustrationstoleranz an. Integrationshelfer/innen fördern und unterstützen außerdem die Kontaktaufnahme zu Mitschülern und sind bei der Kommunikation zwischen Elternhaus, Kind und Schule behilflich.

Ziel ist, dass ein behindertes Kind die bestmögliche Schulbildung und einen allgemeinbildenden Schulabschluss erreicht und zu einem selbständigen Leben befähigt wird.

Lernziele

Vermittlung von tätigkeitsrelevanten Kenntnissen:

  • Sozialwissenschaften und Kommunikationslehre
  • Gesundheits- und Krankenpflege und Krankheitslehre

sowie theoretischen und praktischen Skills:

  • Förderung motorischer, kommunikativer, sozialer Kompetenzen

und situatives Training.

 

Der Lehrgang besteht aus 3 Schulungsmodulen mit insgesamt 400 Unterrichtsstunden sowie 2 Praxismodulen mit jeweils 15 Tagen.

  

Lehrgangsinhalte

Lernfeld 1: Sozialwissenschaften                                                                                              

  • Psychologie / Entwicklungspsychologie
  • Behinderten- / Sonderpädagogik
  • Medizinsoziologie
  • Ethik / professionelles Rollenverständnis

 

Lernfeld 2: Medizinische Fachkunde

  • Krankheitsbilder der Pädiatrie / Neurologie / Psychiatrie
  • Arbeitsmedizin
  • Rehabilitation
  • Pflege / Ernährung / Transfer / 1. Hilfe

 

Lernfeld 3: Kommunikation                                                                                                          

  • Situative Kommunikation
  • Konfliktbewältigung / Deeskalation
  • Teamwork
  • Beratung / Anleitung
  • Dokumentation

 

Lernfeld 4: Handlungs- und Projektkonzeption          

Interdisziplinäre Konzepte aus Ergo-, Physiotherapie, Logopädie:

  • Sprachförderung / Gebärdensprache / unterstützte Kommunikation
  • Kreative Konzepte / spielerische Förderung / grob- und feinmotorische Förderung
  • Bewegungsorientierte Prozesse und rehabilitative Übungen
  • Stressbewältigung / Entspannungsübungen
  • Umgang mit Materialien / Hilfsmitteln / Medien

 

Lernfeld 5: Rechtliche Grundlagen                                                                                            

Tätigkeitsrelevante Bereiche aus

  • Arbeitsrecht
  • Sozialrecht
  • Strafrecht

 

 

Beginn:                     Mai und November
Aktueller Termin:   09.04.2018 - 14.09.2018
Unterrichtszeiten:  Mo - Fr 9:00 bis 15:00 Uhr
Praktikumszeiten:  6 Zeitstunden pro Tag 
                                 (zwei praktische Einsätze während der Qualifizierung)

 

Lehrgangsgebühr:
1.250,- € (5 Monatsraten je 250,- €)
Bildungs- und Prämienschecks werden angenommen.
Der Lehrgang ist nach AZAV zertifiziert und kann mit einem Bildungsgutschein finanziert werden.